
Gemeinderäte und Ortssprecher verabschiedet
Am Montagabend fand die letzte Gemeinderatssitzung der Wahlperiode 2020 bis 2026 im großen Sitzungssaal in Laberweinting statt, zu der Bürgermeister Grau zahlreiche Zuhörer begrüßen durfte. Im ersten Sitzungspunkt billigte das Gremium einen Antrag auf Befreiung für die Errichtung eines Carports in der Unteren Au, da die Abstände zur Straße gemäß des alten Bebauungsplanes nicht eingehalten werden, was jedoch von den Räten als nicht hinderlich betrachtet wurde. Im folgenden Tagesordnungspunkt wurde die Gemeinde von der Regierung von Niederbayern aufgefordert, zu dem immissionsschutzrechtlichen Antrag auf Errichtung von sechs Windrädern durch die Firma Primus Stellung zu nehmen. Es herrschte Einigkeit, dass Windkraft wichtig für die künftige Energieversorgung ist, jedoch sind aktuell insgesamt 19 Windräder von drei verschiedenen Antragstellern im Bereich um die Ortsteile Franken und Neuhofen in Planung. Durch die Anordnung dieser wird die bedrängende Wirkung auf die beiden Ortsteile kritisiert und gefordert, dass eine gesamtheitliche Betrachtung durch die verschiedenen Genehmigungsbehörden auf das gesamte Areal erfolgen soll. Aus diesem Grund beschloss der Gemeinderat, das Einvernehmen zu den Planungen zu verweigern. Anschließend stellte sich die Frage, wie die Urnengräberbelegung für die neu geschaffenen Bereich im Laberweintinger Friedhof erfolgen soll. Die Verwaltung schlägt vor, dass neue Urnengräber nur im Anschluss an bestehende oder als erste vom Rand weg erworben werden können und nicht mittig in Alleinlage. Hintergrund ist, dass anderenfalls der Pflegeaufwand für den Bauhof deutlich steigen würde und auch der exakt erforderliche Abstand erfahrungsgemäß nicht immer eingehalten werden kann, was in der Folge zu Problemen bei den nächsten Belegungen führt. Der Gemeinderat folgte dieser Empfehlung. Aufgrund einer Änderung in der Gemeindeordnung ist es seit kurzem möglich, dass die Einberufung von Ortssprecherwahlen durch den Gemeinderat beschlossen wird. Bisher musste ein Drittel der dort ansässigen Gemeindebürger dies beantragen. Der Gemeinderat beschloss, dass für die ehemaligen Gemeinden Eitting, Haader und Weichs Ortssprecherwahlen durchgeführt werden. Im Anschluss würdigte Bürgermeister Grau in der letzten Sitzung des aktuellen Gemeinderates die vergangenen sechs Jahre und hob hervor, dass diese sehr positive Entwicklungen für die Gemeinde brachten. Die Arbeit im Gremium war geprägt von gegenseitigem Respekt und vertrauensvoller Zusammenarbeit über Parteigrenzen hinaus. Für sechs Gemeinderäte und einen Ortssprecher war es die letzte Sitzung, da Anfang Mai der neue Gemeinderat erstmals zusammenkommt. Einzeln und namentlich verabschiedete Grau anschließend die ausscheidenden Mitglieder. Alfons Zehentbauer war 30 Jahre Gemeinderatsmitglied und von 2002 bis 2014 zweiter Bürgermeister. Maria Kick gehörte dem Gremium 18 Jahre an, davon war sie von 2014 bis 2026 dritte Bürgermeisterin. Karin Glöbel zog erstmals 1996 in den Gemeinderat für eine Wahlperiode ein und anschließend von 2008 bis 2026 erneut, sodass sie 24 Jahre lang dem Gremium angehörte. Christine Jann war 18 Jahre Mitglied von 2008 bis 2026. Richard Hierlmeier und Matthias Littich wurden 2014 erstmals gewählt und scheiden nun nach 12 Jahren aus. Josef Haslbeck fungierte 24 Jahre lang als Ortssprecher für Weichs und scheidet ebenfalls mit Ablauf des Monats aus. Bürgermeister Grau dankte allen für die gute Zusammenarbeit und überreichte ihnen eine Dankurkunde, eine Tischuhr, den Damen einen Blumenstrauß sowie den beiden ausscheidenden stellvertretenden Bürgermeistern eine Silbermedaille der Gemeinde Laberweinting.
Im nichtöffentlichen Teil beschloss der Gemeinderat die Vergabe des Feuerwehrsachbedarfs an die Firma Sturm Feuerschutz zum Angebotspreis von rund 17.000 Euro brutto sowie an die Firma Rescue-Tec in Höhe von rund 2.600 Euro brutto. Den Auftrag zur Planung des Baugebiets Ödwieser Weg 2 Erweiterung erhielt die Firma KEB Bauplanungs GmbH zum Angebotspreis von rund 91.000 Euro brutto. Die Rohbauarbeiten für das Feuerwehrhaus Allkofen wird die Firma Zimmerei Aumeier zum Angebotspreis von rund 235.000 Euro brutto ausführen. Die Ersatzbeschaffung für die 30 Jahre alte Gasheizung im Rathaus erfolgt durch die Firma Trost Heizungsbau, die eine Hybridlösung mit Wärmepumpe und Gasbrenner einbauen wird, zum Angebotspreis von 53.000 Euro brutto, wovon circa 30-40 Prozent durch die KfW gefördert werden.




